Grillarten

Grillarten

Foto von Don Harder. Gefunden auf Flickr.

Arten des Grillens

Direktes Grillen

Direktes Grillen ist die wahrscheinlich am häufigsten praktizierte Grillart. Beim direkten Grillen wird das Grillgut auf den Rost gelegt und somit direkt über den glühenden Kohlen erhitzt. Damit beide Seiten gar werden, muss das Grillgut nach etwa der Hälfte der Garzeit gewendet werden. Die hohen Temperaturen führen zur Bildung einer Kruste. Wenn richtig Gegrillt wird bleibt der größte Teil des Saftes im Fleisch.
Oft wird das Fleisch mit Fett bestrichen, jedoch ist das nicht unbedingt zu empfehlen. Wenn das Fett in Kontakt mit der Hitzequelle kommt, verraucht und nicht abgeleitet werden kann, entstehen dadurch gesundheitsschädliche Stoffe.
Direktes Grillen eignet sich sehr gut für Steaks, Burger, Hähnchenbrust, Fischfilets und natürlich auch für Gemüse.

Ein weiterer Vorteil von direktem Grillen ist, dass man es mit fast jedem Griller durchführen kann. Wichtig ist dabei nur, dass das Grillgut direkt über der Kohle liegt.

Indirektes Grillen

Für das Indirekte Grillen wird meist ein geschlossener Kugelgrill verwendet. Dabei befindet sich das Grillgut nicht genau oberhalb der Hitzequelle. Stattdessen wird das Grillgut versetzt auf den Rost gelegt, sodass sich direkt unterhalb davon keine Kohle befindet.
Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hier sind 3 Beispiele:
1. Man legt die Kohle in einem Kreis herum auf den Boden des Grills. In der Mitte befindet sich somit keine Kohle. Das Grillgut wird, dann genau oberhalb dieser Kohle-freien Stelle auf den Rost gelegt.
2. Man verteilt die Kohle nur auf die linke Seite des Grills (oder eben auf die rechte), und positioniert das Grillgut auf dem Grillrost oberhalb von der Kohle-freien Stelle.
3. Die Kohle wird links und rechts auf dem Boden des Grills verteilt. In der Mitte jedoch lässt man eine freie Linie. Das Grillgut kann nun in der Mitte des Grillrosts verteilt werden.

Dadurch erreicht die Hitze das Grillgut nicht direkt. Die Hitze wird vielmehr an der Innenseite des Grills „reflektiert“. Vergleichen kann man das Ganze mit einem Heißluftofen.
Ein großer Vorteil von indirektem Grillen ist, dass man unter das Grillgut eine Schale legen kann die abtropfendes Öl oder Marinade auffängt. Bei direktem Grillen wird eher auf Öl und Marinaden verzichtet, da durch die abtropfenden Flüssigkeiten, giftige Stoffe entstehen können. Außerdem entfällt beim indirekten Grillen das Wenden des Garguts.
Ein Nachteil ist, dass die Zubereitung um einiges länger dauert als beim direkten Grillen.

Barbecue / BBQ

Das Wort Barbecue bezeichnet eine Garmethode, jedoch wird das Wort häufig auch als Synonym für das Wort „grillen“ verwendet. Dabei gibt es jedoch große Unterschiede zwischen dem Grillen und dem Barbecue.
Bei dem Barbecue werden meist mehrere große Stücke Fleisch in einem speziellen Barbecue-Smoker gegart. Dabei wird das Fleisch, nur durch die heiße Abluft eines Feuers, langsam gegart. Bei einem klassischen Barbecue-Smoker gibt es einen Behälter für Brennmaterial und an diesen angeschlossen ist eine Kammer in der das Fleisch langsam garen kann.
Beim normalen Grillen ist das Fleisch, in der Regel, spätestens eine halbe Stunde nach Beginn fertig, meist jedoch viel früher (außer beim indirekten Grillen). Da man in einem Smoker meist nur große Stücke Fleisch gart, dauert die Zubereitung damit bis zu 24 Stunden.
Das Barbecue ist vor allem in den Südstaaten der USA sehr beliebt. Sehr häufig wird Schweinefleisch (Schultern, Spareribs, Ganzes Schwein), Rindfleisch (Vor allem die Brust) und Hammelfleisch in einem Smoker zubereitet.